Einführung

Kann und darf eine Kunstform wie das Musikdrama das Undarstellbare darstellen? Ist Musik überhaupt ein Medium, um sich dem Thema der Ermordung von Menschen in Konzentrationslagern zu nähern?

Man könnte die Frage auch anders herum stellen. Darf Kunst, wenn sie gegen das Vergessen ankämpfen möchte, ein Medium ausschließen, das vor allem junge Menschen so viel leichter erreicht als andere?

Neben dem Film eröffnen populäre Musik und die Dramaturgie des modernen Musiktheaters bekanntlich einen wichtigen Weg zur Aufmerksamkeit eines jüngeren Publikums.

Stellt man dann auch noch junge Menschen selbst ins Zentrum des dramatischen Geschehens schafft man durch Identifikation eine weitere Voraussetzung zur aktiven Auseinandersetzung mit dem Thema.
Auf der Suche nach Schicksalen von Kindern und Jugendlichen in Ghettos und Konzentrationslagern führt der Weg nach Theresienstadt und zu der dortigen Aufführung von Hans Krásas Kinderoper „Brundibár“.

Dem Musikdrama „DIE KINDER DER TOTEN STADT“ liegen historische Ereignisse zu Grunde, die sich ereigneten, als eine Delegation des internationalen Roten Kreuzes im Juni 1944 das Ghetto besuchte, um sich davon zu überzeugen, „dass es den Bewohnern gut gehe“. Die SS inszenierte in monatelanger Vorbereitung ein perfektes Trugbild.

Neben dem Bau von Kaffeehäusern mit reich gedeckten Tischen, der Errichtung eines Musikpavillons und vielen anderen Inszenierungen wurden die Kinder gezwungen, die Oper „Brundibár“ aufzuführen. Kurz danach wurden fast alle Häftlinge, die an der Aufführung teilhatten, sowie das Filmteam, das sie für einen Propagandafilm aufzeichnete, in Auschwitz ermordet.
Ihnen allen ist „DIE KINDER DER TOTEN STADT“ gewidmet.
Eintrittskarte der Kinderoper Brundiár aus dem Ghetto Theresienstadt
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